In Deutschland leben schätzungsweise 13 Millionen Hörgeschädigte. Das BBW München, Förderschwerpunkt Hören, ist Kooperationspartner für ein Verfahren, das es schwerhörigen Menschen ermöglicht, ohne Gebärdensprachdolmetscher allen längeren vorgetragenen Texten per PC zu folgen.
Neu ist an diesem Verfahren, dass es mobil funktioniert und somit universell einsetzbar ist. Da sich dieses Verfahren noch in der Testphase befindet, hat sich das BBW München bereit erklärt, Auszubildende als Probanden zu stellen und sich an den Leistungen zu beteiligen.
VerbaVoice ist ein Service für ortsunabhängige Transkription. Genauer gesagt, werden gesprochene Inhalte auf dem Computer visuell in Textform übertragen, und das egal, wo man sich gerade befindet. Über die Nutzung moderner Mobiltechnologie soll vor allem hörgeschädigten Menschen die Chance gegeben werden, überall an Wissen und Information gleichberechtigt zu partizipieren.
Die meisten Kommunikationshilfen für Hörgeschädigte sind sehr aufwändig zu organisieren und unflexibel in örtlicher und zeitlicher Einsetzbarkeit.
Hinzu kommt, dass in den meisten Gebieten in Deutschland ein Mangel an qualifizierten Gebärdensprach- und Schriftdolmetschern herrscht. Ein Großteil der Dolmetscherbestellungen durch hörgeschädigte Menschen kann nicht vermittelt werden. Dies bedeutet beispielsweise, dass gehörlose und schwerhörige junge Menschen an Vorlesungen und Seminaren teilnehmen, ohne wirklich den Inhalt erfassen zu können. In diesen Fällen besteht kaum eine Chance auf einen erfolgreichen Ausbildungs- oder Studienabschluss.
Ortsunabhängige aber für den Einsatz optimierte und jederzeit verfügbare Übersetzungen ermöglichen die verbesserte Unterstützung und Integration von hörgeschädigten Menschen.


