Name: Kristina K. und Alexandra B.
Im BBW: 2017-2021
Arbeitgeber: Caritas (Alexa) bzw. Klinikum Ochsenfurt (Kristina)
2017 lernten sich Kristina und Alexa am BBW München kennen. Kristina war damals 16 Jahre alt, Alexa 18. Beide nahmen an einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teil, um verschiedene Berufe auszuprobieren. Besonders gut gefiel ihnen der damalige Ausbildungsgang Fachpraktikerin für personelle Dienstleistungen, kurz FaPeDi. Für beide stand bald fest: Diesen Beruf möchten wir lernen.
Im September 2018 begannen sie ihre Ausbildung. Dazu gehörten Aufgaben im Haushalt wie Kochen und Reinigen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Unterstützung und Pflege von Menschen – und hier fanden die jungen Frauen ihre Berufung.
An ihre Zeit im BBW denken beide gern zurück. „Wir waren ein tolles Team und haben uns gegenseitig unterstützt“, erzählt Kristina. „Unsere beiden Ausbilder, die Fachlehrerin und die Bildungsbegleiterin haben sich sehr gut um uns gekümmert.“
Alexa erinnert sich besonders an einen mehrtägigen Ausflug an den Spitzingsee. „Das war ein Höhepunkt. Der Ausflug hat uns als Gruppe zusammengeschweißt. Wir haben dabei auch viel über uns selbst gelernt.“
2021 schlossen Kristina und Alexa ihre Ausbildung erfolgreich ab. Danach gingen sie beruflich unterschiedliche Wege. Den Kontakt zueinander halten sie bis heute.
Alexa begann bei den Helios-Kliniken in Dachau eine Ausbildung zur Pflegehelferin. Dabei half ihr der Mobile Sonderpädagogische Dienst der Berufsschule. Auch die Lehrkräfte sowie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler lernten dadurch besser, welche Unterstützung Alexa wegen ihrer Hörbehinderung braucht.
Seit 2022 arbeitet sie in einem Seniorenheim der Caritas in Schwabmünchen. Der Wechsel vom BBW in den Berufsalltag war zunächst nicht leicht. Alexa trägt ein Cochlea-Implantat. Ihre Kolleginnen und Kollegen mussten etwa erst lernen, sie direkt anzusprechen und beim Sprechen anzusehen.
Mit der Zeit klappte die Zusammenarbeit immer besser. Trotzdem merkte Alexa schnell, dass sich der Berufsalltag deutlich von der Ausbildung unterscheidet. „Das BBW bietet einen geschützten Rahmen. Man kann sich auf die Ausbildung konzentrieren und bekommt viel Hilfe. Im Arbeitsleben ist es oft härter. Man muss sich manchmal durchbeißen.“
Kristina kehrte nach ihrem Abschluss in ihre unterfränkische Heimat zurück. Nach einer Ausbildung zur Pflegehelferin absolvierte Kristina die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau. Ab Herbst 2026 arbeitet sie am Klinikum Ochsenfurt.
Auch Kristina sieht die Ausbildung am BBW als wichtige Grundlage für ihren weiteren Weg. „Vieles konnte ich später direkt nutzen, zum Beispiel kannte ich schon viele Fachbegriffe und Arbeitsweisen. Das hat mir den Einstieg in die Pflegeausbildung erleichtert.“
Wegen ihrer Schwerhörigkeit musste auch sie immer wieder erklären, welche Unterstützung sie braucht. „Man braucht viel Motivation. Man muss Widerstände überwinden und für die eigenen Bedürfnisse eintreten.“
Bei vielen Aufgaben helfen heute technische Geräte. Elektronische Blutdruckmessgeräte können zum Beispiel ohne ein herkömmliches Stethoskop genutzt werden. Solche Lösungen erleichtern Kristina den Arbeitsalltag.
Künftigen Auszubildenden am BBW geben sie einen klaren Rat mit: „Probiert verschiedene Berufe aus. Wenn ihr etwas wirklich lernen wollt, dann macht es. Es gibt viel Unterstützung – und der Einsatz lohnt sich.“